die im Schülerbereich, Juniorenblasorchester und Seniorenkapelle tätig sind.
Desweiteren wird der Verein von zur Zeit 45 förderaktiven Mitgliedern unterstützt.
Das Juniorenblasorchester ist aus dem heimischen Raum nicht wegzudenken.
Ein breites Repertoire, daß von großen klassischen Bearbeitungen bis zu volkstümlicher Blasmusik
im modernen Sound reicht, zeichnet dieses Orchester aus. Sei es für große Volksfeste,
kirchliche Feierlichkeiten, Tanz- und Unterhaltungsmusik, aber auch Musik für den kleinen Rahmen
wie Ständchen und Geburtstagsfeiern, das Albaxer Blasorchester wird gerne verpflichtet.
Einen besonderen Raum im Vereinsleben nehmen die in Eigenregie durchgeführten Konzerte
ein, wie zum Beispiel das traditionelle Frühjahrskonzert im Burghof der Tonenburg, Albaxen.
Auch ist bereits die nächste Generation im heutigen Schülerorchester dabei.
Auch die Seniorenkapelle hat ihren festen Platz im Vereinsleben.

Zur Zeit umfaßt die Kapelle 20 Musiker. Manche dieser Musiker sind bereits über 50 Jahre aktiv
und immer noch aus Spaß an der Musik dabei. Kurkonzerte, kirchliche Anlässe und Ständchen
nehmen einen breiten Raum ein und die Anzahl der Auftritte unterscheidet
sich kaum von denen der Junioren.
Chronik des Vereins
In der Zeit von
1901 bis 1909 war Josef Henneke aus Albaxen Bataillonstrompeter des 55er
Regiment Graf Bülow von Dennewitz in Höxter. Nach seiner aktiven
Dienstzeit blieb das Musizieren sein Hobby. Zunächst schloss er sich
der in Stahle schon bestehenden Blaskapelle an. Schon bald wuchs in ihm
aber der Gedanke, auch in Albaxen eine Blaskapelle ins Leben zu rufen.
1925 gründete er gemeinsam mit Heinrich Marx, Fritz Marx, Hubert Hennke
und Albert Hesse das „Blasorchester Concordia“.
In der folgenden Zeit war es oftmals schwieriger Instrumente und Noten zu beschaffen, als Zuwachs an Mitgliedern zu gewinnen. Die Musikkorps der heimischen Garnisonen in Holzminden und Höxter wurden diesbezüglich öfter aufgesucht. Manches Instrument konnte durch den Tausch von Wurst, Eiern und Speck eingelöst werden. Noten wurden entweder geliehen oder aber selbst geschrieben. Die Arbeit des damaligen Hauptlehrers Wilhelm Schoppe, der eine Vielzahl von Noten geschrieben hat, ist hier besonders zu erwähnen. Zu den Proben fanden sich immer mehr Interessierte ein, sodass schon früh eine spielfähige Besetzung entstand. Die Musiker schlossen sich zunächst dem in Albaxen bestehenden Theaterverein unter Leitung von Hermann Düker an. Das Eingeübte konnte so als Umrahmung verschiedener Theaterstücke zum Besten gegeben werden. Bei einigen Stücken standen die Musiker auch als Schauspieler mit auf der Bühne. Mit den ersten Pfennigen an Gage konnte man allerdings nicht viel anfangen, da die Inflation das Geld entwertete. Diese oftmals harten „Gründerjahre“ wurden jedoch durch die Freude am Musizieren und nicht zuletzt den festen Zusammenhalt der Musiker überwunden. Josef Henneke
hatte in kurzer Zeit eine stattliche Kapelle aufgebaut, die sich mittlerweile
auch als Tanzkapelle auf Festen einen Namen gemacht hatte. Die Unterstützung
der Albaxer Bevölkerung – auch durch Sach- und Geldspenden – half,
die Arbeit fortzusetzen.
Zu einem wichtigen Bestandteil der Auftritte wurden bald kirchliche Anlässe. 1932 spielten die Musiker erstmals bei der St. Vitus Prozession in Corvey. Bis zum heutigen Tage ist es eine Tradition geblieben, dass diese Feierlichkeiten von den Albaxer Musikern gestaltet werden (im Jahr 2002 zum 70. mal!). Die Auftrittsorte
in den umliegenden Gemeinden mussten damals zu Fuß erreicht werden.
Im schwarzen Gehrock zogen die Musiker zu sommerlichen Temperaturen „über
Land“.
Der 2. Weltkrieg
brach die musikalische Gemeinschaft vorerst jäh auseinander. Einige
Musiker kehrten von den Schlachtfeldern nicht zurück.
Josef Henneke gab nach dem Krieg nicht auf. Schon bald fanden sich die ersten heimgekehrten Musikfreunde wieder zusammen. Es kamen auch einige neue junge Leute hinzu, die das Musizieren erlernen wollten. 1947 wurde mit den Nachwuchsspielern die bis heute bestehende Tradition wieder aufgenommen, nach der Christmette am Heiligen Abend in den Straßen von Albaxen Weihnachtslieder erklingen zu lassen. Die Albaxer Musiker sorgten jetzt häufiger mit Marschmusik und unterhaltenden Klängen bei Schützenfesten und anderen Tanzveranstaltungen für den richtigen Rahmen. 1955 feierte der
Verein sein 30-jähriges Bestehen und hatte – insbesondere durch die
zahlreichen kirchlichen Auftritte in der ganzen Umgebung – einen „guten
Ruf“ und großen Bekanntheitsgrad erreicht.
Im Laufe der Jahre hat man die Nachwuchsarbeit nicht aus den Augen verloren. 1971 wurde unter Leitung des erfahrenen Musikers Josef Vieth eine Schülergruppe gegründet. Hier fanden sich vielfach Söhne zusammen, die in die Fußstapfen ihrer Väter treten wollten. Josef Vieth verstand es, seine besonderen musikalischen Fähigkeiten an die jungen Leute weiterzugeben und sie zu begeistern. Schon nach kurzer
Zeit wurden erste öffentliche Auftritte absolviert. 1974 spielte das
Orchester zur Fronleichnamsprozession in Albaxen und gestaltete 1975 das
Katerfrühstück anlässlich des 50-jährigen Bestehens
des Vereins im Festzelt. In den folgenden Jahre kamen weitere Musiker hinzu.
Die Zahl der Auftritte zu verschiedensten Anlässen nahm stetig zu.
Ein Höhepunkt
war es für den Verein 1978 eine Schallplattenaufnahme mitgestalten
zu können. Der Kreis Höxter produzierte diese damals in der Aula
des König-Wilhelm-Gymnasiums in Höxter mit verschiedenen Musikvereinen
der Region.
Im Jahr 1981 übernahm der ehemalige Profimusiker und Leiter der Musikschule Holzminden, Karel Chalupa, das Amt des Dirigent von Josef Vieth, der aus gesundheitlichen Gründen hierfür nicht mehr zur Verfügung stand. Chalupa hatte
ein gut ausgebildetes Orchester übernommen, verstand es jedoch, die
Musiker zu fordern und - natürlich auch durch konzentrierte Probenarbeit
- das musikalische Niveau weiter zu steigern. Das Repertoire konnte auf
alle Bereiche der Blasmusik ausgeweitet werden. Häufiger waren es
jetzt Konzertveranstaltungen bei denen sich das Publikum vom Leistungsvermögen
des Orchesters überzeugen konnte.
Im März 1985
wurde die erste eigene Schallplatte des Blasorchesters „Original Concordia“
Albaxen aufgenommen, mit der sich der Verein selbst ein Geschenk zum 60-jährigen
Bestehen machte.
Im August 1985
wurde ein großes Musikfest gefeiert.
Ein besonderes
Erlebnis war für die Musiker im Frühjahr 1986 ein Auftritt im
Parkstadion in Gelsenkirchen zum Pokalspiel des FC Schalke 04 gegen Borussia
Mönchengladbach.
Im Juli
1987 ergab sich für die Musiker des Blasorchesters Albaxen die Möglichkeit
in einer Fernsehsendung mitzuwirken. Der Saarländische Rundfunk drehte
einen Film mit Impressionen des Weserberglandes und Neuhaus i.S. für
die „Volkstümliche Hitparade“.
Nach dem Erfolg der ersten Schallplattenaufnahme folgte auf den Wunsch zahlreicher Musikfreunde im März 1988 eine zweite Produktion, die wiederum sehr erfolgreich wurde. Nach dem Ausscheiden von Karel Chalupa 1991 übernahm der aus den eigenen Reihen stammende Elmar Düker die musikalische Leitung. Dank seines musikalischen Talents, das er auch als Solotrompeter immer wieder unter Beweis stellt, konnte ein hohes Leistungsniveau gehalten werden. Ein breit gefächertes Repertoire, von der traditionellen Unterhaltungsmusik über Märsche sowie klassischen Interpretationen bis hin zu modernen Blasmusikbearbeitungen, wird den Zuhörern geboten. Derzeit sind rd. 75 Musikerinnen und Musiker im Senioren-, Junioren- und Nachwuchsbereich aktiv. Zum „Jahrtausendwechsel“ konnte der Verein sein 75-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass fanden einige Konzertveranstaltungen u.a. im Mai 2000 erstmals vor malerischer Kulisse im Burghof der Tonenburg in Albaxen statt. Da im Jahr 2000 das traditionelle Schützenfest anstand, wurde das große Jubiläums-Zeltfest der Blaskapelle - zugleich das 11. Stadtmusikfest des Stadtmusikverbandes Höxter - auf August 2001 verschoben. |








