Stefanie Hertel lässt das Festzelt beben
Und der Stargast verspricht: "Ich komme wieder!"

VON ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG
Quelle:Neue Westfälische 18.07.2011

Ob Stimmungslieder, Balladen oder Abba-Hits - Stefanie Hertel bewies,über welch großes künstlerisches Potenzial sie verfügt.
Bot eine tolle Show | FOTO: ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG

Albaxen. War das ein Wochenende! Das war original Concordia, das war original Albaxen. Albaxen, wie es klingt, feiert und sich freut.

In 85 Jahren haben die Albaxer mit ihren Blasmusikanten schon viel erlebt. Unzählige fröhliche Umzüge, fantastische Konzerte, kleine und große Feste. Diesmal setzte das Blasorchester "Original Concordia" Albaxen mit dem Musikfest zum 85-jährigen Bestehen allem die Krone auf.
Urlaubsservice

Mit Stefanie Hertel, Trägerin der "Krone der Volksmusik" , feierten sie einen fulminanten Auftakt des dreitägigen Festes. Brav im rosa-hellblauen Dirndl, aber wie ein frischer Wirbelwind schoss die Sängerin durchs Festzelt, zwischen den Tischreihen hindurch und eroberte die Herzen im Sturm. So nahm sie Kontakt auf, der immer tiefer und vertraulicher wurde und nicht mehr abriss. Sie scherzte und lachte mit dem Publikum, dass es pureFreude . Mit professioneller Show und einer großartigen Band im Hintergrund war sie weit entfernt davon, ihr Programm einfach nur abzuspulen.
Fotostrecke
Hier klicken, um die Fotostrecke zu starten (68 Fotos).



Stefanie Hertel war total begeistert darüber, dass ihr so viele Frauen im Dirndl die Referenz erwiesen. "Eure Dirndl sind ja schöner als meins!" rief sie ihnen zu und hatte nicht mal Unrecht. Aber das war sicher nicht der Grund, dass sie sich bald umzog und plötzlich im hautengen sexy Anzug mit Schlaghose und silberfarbenen Plateau-Schuhen auftrat.

Nach dem fetzigen Auftakt mit Stimmungshits wie "Männer wollen immer nur dein Bestes" und "Ich bau Dir ein Schloss", aber auch Balladen, romantischen Liebesliedern und den unvergessenen Liedern ihrer Kinder- und Jugendzeit wie "Über jedes Bacherl geht a Brückerl" und "So a Stückerl heile Welt" zeigte sie jetzt mit berühmten Abba-Hits, über welch großes künstlerisches Potenzial sie verfügt.

Bald darauf wirbelte Stefanie Hertel im blauen Cocktailkleidchen. Jetzt sang sie unter anderem von "guten Nachbarn, die keinen Zaun brauchen". Als sich bei ihrer musikalischen Aufforderung "Runter vom Sofa" eine muntere Polonaise bildete, flitzte sie sofort von der Bühne und reihte sich lachend und singend ein. Herzlichkeit traf auf Herzlichkeit, Liebe auf Gegenliebe.

Stefanie Hertel war von dem enormen Zuspruch sichtlich überwältigt. "Ich komme wieder! Bestimmt!" rief sie den Albaxern zu. Diese wollten sie gar nicht wieder gehen lassen, forderten Zugabe um Zugabe. Rund drei Stunden dauerte das Vergnügen, bei dem es sogar bei der Verabschiedung mit riesigem Blumenstrauß und einem erfrischenden Cocktail und Bier für die Band eine Zugabe gab. Bei der zweiten Verabschiedung, bei der Vorsitzender Elmar Markus die jüngste CD des Blasorchesters "So klingt ’s im Weserbergland" überreichte, erntete er einen dicken Kuss von Stefanie Hertel, was von den Herren im Festzelt mit einem sehnsüchtig geseufzten "Oooh" kommentiert wurde. Nach der endgültig allerletzten Zugabe war des Fest noch lange nicht vorbei. Die Feiernden stimmten das "Weserlied" an und sangen und tanzten es so lange, bis die "Zwei Schweinfurter" die Bühne eroberten und bis in den frühen Morgen für allerbeste Stimmung sorgten.
--------------------------------------------------
Mamma Mia: Stefanie Hertel macht mit Abba Fans glücklich
85 Jahre Blasorchester Albaxen: 800 Zuhörer beim Konzert völlig aus dem Häuschen
Von Asha Meon
Quelle Westfalen-Blatt 18.07.2011
 

Volksmusikstar Stefanie Hertel (31) links singt  mit Diana Symossek den Abba-Hit »Mamma Mia«: Die Choreographie haben die beiden Damen drauf wie die Abba-Girls Frida und Agnetha im Jahr 1976. Foto: Asha Meon


Albaxen (WB). Zum 85. Geburtstag hat sich das Blasorchester Albaxen ein Starkonzert gegönnt: Stefanie Hertel, eine der bekanntesten Volkmusiksängerinnen Deutschlands, lockte mehr als 800 Musikfreunde ins Festzelt.

Das Konzert ist ein kleiner Straßenfeger: Das halbe Dorf hat sich im Zelt am Sportplatz versammelt und lauscht begeistert der Künstlerin. »Stefanie ist hier noch netter und besser als in den TV-Shows«, meint eine Albaxerin begeistert. Susanne Lauter aus Stahle freut sich: »Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Lieder. Vor allem bin ich aber hier, weil ich den Verein bei seinem Geburtstag gerne unterstütze«.

Zuhörer Klaus Sievers freut sich sehr auf die bekannte 31-jährige Sängerin: »Ich mag Volksmusik, und wann bekommt man hier auf dem Lande schon die Chance, einen internationalen Star live zu sehen?«

Kurz vor Beginn des Auftritts füllt sich das Zelt. Mehr als 800 Zuhörer sind da – einige junge Damen sogar in feschen Dirndln. Stefanie Hertel wird mit großem Applaus begrüßt und beginnt sofort, ihre Hits zu singen. Die Menge im Festzelt ist sofort begeistert. Mit ihrem ersten Hit »Und Wunder gibt es doch« startet sie den Abend – und die Fans jeden Alters gehen mit.

Beim Auftritt läuft die Lebenspartnerin von Trompeter Stefan Mross durch das Publikum und tanzt in ihrem rot-weißen Dirndl auf der Bühne. Ihre fünfköpfige Band »Wolkenlos« und Backgroundsängerin Diana begeistern die Albaxener ebenso.

Das Publikum ist bunt gemischt: Alt, Jung, Kinder. Besonders die sechsjährige Aries ist hin und weg: »Die Stefanie ist ganz toll!«

Im Publikum sitzt natürlich das gesamte Blasorchester »Original Concordia«: die Männer überwiegend in grünen Jacken, die Frauen ganz bayerisch im Dirndl. Stefanie Hertel beweist neben Volksmusik auch ihre Vielseitigkeit, als sie plötzlich im 80er-Jahre-Stil die Bühne entert und mit Kollegin Diana den Abba-Klassiker »Mamma Mia« vorträgt. Insgesamt zieht sich Steffi zweimal um. Ihr zweites Outfit, ein eher schlichtes blaues Kleid, das vielen Männern auffällt, trägt sie bis zum Schluss.

Die mit 25 Jahren Erfahrung ausgestattete Volksmusikerin gratuliert der Blaskapelle herzlich zum 85-jährigen Bestehen. Als Dank erhält sie am Ende des Konzerts einen Cocktail, eine CD des Blasorchesters und ein Buch mit schönen Seiten von Albaxen als Geschenk. Hertel freut sich und dankt mit einer Zugabe. Im Anschluss an das Konzert verteilt sie Autogramme. Für das Publikum hat sich der Abend gelohnt: viel Spaß in einer lockeren Runde und ausgelassen zu Hertels Klassikern getanzt haben viele Besucher auch. Gestern wurde das Fest mit einem Jubel-Konzert fortgesetzt.

Hier gehts zur Bildergalerie

--------------------------------------------------

Für Auge und Ohr, für Herz und Seele

Albaxen feiert das 85-jährige Bestehen des Blasorchesters mit großem Open-Air-Festival

VON ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG

Quelle: Neue Westfälische 19.07.2011



Dunkle Wolken, heller Klänge | FOTO: ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG

Albaxen. Landrat Friedhelm Spieker meisterte seine Aufgabe als Schirmherr des Jubiläumsfests zum 85-jährigen Bestehen des Blasorchesters "Original Concordia" Albaxen mit Bravour: Schwarz, schwer und bedrohlich hingen die Regenwolken beim Open-Air-Musikfestival über dem Sportgelände neben dem Festzelt, aber es blieb trocken. Fast drei Stunden lang. Genau so lange, bis der letzte Ton des König-Friedrich-Marsches, gespielt vom Blasorchester Albaxen, verhallte. So lange hatte Schirmherr Spieker durchgehalten, der nun möglicherweise als Schutzpatron in die Geschichte Albaxens und seines Blasorchesters eingehen wird.

Zwar fiel dem sintflutartigen Wolkenbruch leider das abschließend vorgesehene Gemeinschaftsspiel der acht mitwirkenden Blasorchester und Spielmannszüge zum Opfer, aber die zuvor erlebte Show hatte so viele Eindrücke vermittelt und Begeisterung ausgelöst, dass die glänzende Feststimmung der großen Schar der Zuschauer auf der Tribüne unterm schützenden Dach des Sportlerheims nichts mehr trüben konnte. Allein der Einmarsch der Kapellen war eine Show für sich. Die Vorhut übernahm das Tambourcorps Victoria Albaxen unter Leitung von Hans-Gerd Linnenberg. Mit dem "Marsch der Hannoverschen Pioniere" sondierten sie das Gelände und nahmen die erste strategische Position ein. Schlag auf Schlag folgten die anderen Musikkapellen und stellten sich in breiter Front vor der ebenso breiten Front der Zuschauer auf. Der Spielmannszug "Alte Kameraden" Brenkhausen – interessanterweise mit neun hübschen jungen Frauen im Team – zog unter Leitung von Lars Grothe "In die weite Welt". Der Spielmanns- und Fanfarenzug Fürstenau unter Leitung von Tobias Wittrock ließ den Fanfarenmarsch erklingen und der Spielmannszug Bödexen unter Leitung von Marten Meier spielte im Gleichschritt den "Kronprinz-Marsch".


Grüße aus der ganzen Welt übermittelten die Blaskapellen und -orchester. "Saluto Lugano" grüßten die musikalischen Nachbarn aus Lüchtringen unter Leitung von Martin Heinemeyer, während die Blaskapelle Brenkhausen unter Leitung von Johannes Moritz sich mit dem "Torgauer Marsch" in die musikalische Phalanx einreihte. Das Weserbergland-Orchester Bödexen überbrachte dem Publikum mit Leiterin Elisabeth Henneke an der Spitze Grüße aus "San Carlo". Wahrhaft königlich nahm schließlich das Blasorchester "Original Concordia Albaxen" unter Leitung von Elmar Düker zum "Königgrätzer Marsch" als Gastgeber und Geburtstagskind den frei gehaltenen Ehrenplatz in der Mitte ein.

Nach festlichen Gruß-, Dank- und Lobesworten für alle aktiv Mitwirkenden und vor allem herzlichen Geburtstagswünschen für den Jubilar dieses Wochenendes von Landrat Friedhelm Spieker und Elmar Markus, Vorsitzender des Blasorchesters Albaxen, erfolgte ebenso eindrucksvoll der Ausmarsch der Kapellen. Was dem Publikum schon jetzt großes Vergnügen bereitet hatte, war für die Musikanten hingegen nur der offizielle Pflichtteil. Jetzt folgte die ganz große Kür. Jetzt marschierten die Spielmannszüge und Blaskapellen einzeln ein, und jeder Musikantengruppe gehörten der Platz und der Applaus des Publikums, aber auch der ihnen zuschauenden Kollegen, ganz allein. Mit eigenem Programm und extra für diesen Anlass in vielen Übungsstunden einstudierter Choreografie boten sie die ganz große Schau – fürs Auge, fürs Ohr, für Herz und Seele. Strammen Schritts ging es mal zackig und mal locker, aber immer geschmeidig und elegant das ganze Areal nutzend mal kreuz, mal quer spielend über die grüne Show-Bühne.
In Dreier- und Viererformation malten sie klingende Figuren, die an den Flug von Vogelschwärmen erinnerten, zogen Schlangenlinien, bildeten Achten und große Kreise, die sie immer enger und enger zum Knäuel zogen und wieder auflösten. Und Spaß wurde gemacht, indem geschunkelt wurde, rhythmische Verrenkungen gezeigt und sich durch Aufsetzen großer Sonnenbrillen auch mal kurz verkleidet wurde. Für besonders schön anzusehende und schwierige Formationen gab es immer wieder ordentlich Zwischenapplaus und von den Musikanten-Kollegen an der Bühnenseite in höchster Anerkennung La-Ola-Wellen. Das Konzert war ebenso vielseitig und abwechslungsreich wie die Show und bot einen fantastischen Eindruck von der Qualität und dem Können der heimischen Blasmusik.
Mit bester Laune, informativ, unterhaltsam und schon wieder verblüffend fit durchs Programm führte Roland Beverungen, der noch am Vorabend als heimischer "Hansi" James Last und Leiter des Happy-Sound-Orchestras mit seinen Musikanten selbst das Festzelt mit typischen James-Last-Sound zum Kochen gebracht hatte. Weitere musikalische Höhepunkte hatten nach dem fulminanten Auftakt des Festes mit Stargast Stefanie Hertel und den "Zwei Schweinfurtern" außerdem die "Schelpe-Musikanten" und die Partyband "Comeback" gesetzt, die in der Samstagnacht mit Gaudi-Schlagern dafür sorgten, dass keiner der anwesenden Feierlustigen im vollen Festzelt "wiederkommen" musste, weil bei der fantastischen Stimmung keiner nach Hause ging, sondern alle bis zum nächsten Tag durchfeierten.
Als der Platzregen über Albaxen niederging und alles schleunigst ins Zelt strömte, zog Vorsitzender Elmar Markus sehr zufrieden ein erstes Fazit: "Es sollte ein Fest für Jung und Alt werden", sagte er, und genau das ist uns gelungen. "Dieser Regen hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, aber letztlich haben wir auch mit dem Wetter noch richtig Glück gehabt.

--------------------------------------------------

Musik erfüllt das ganze Dorf
Original Concordia Albaxen« feiert 85-jähriges Bestehen

Von Iris Spieker-Siebrecht
Quelle Westfalen-Blatt 19.07.2011


Albaxen (WB). »Was gibt es Schöneres, als gemeinsam zu musizieren oder das Publikum mit beschwingten Melodien mitzureißen?« Diese Frage hat Landrat Friedhelm Spieker als Schirmherr der 85-Jahr-Feier des Blasorchesters Albaxen aufgeworfen.

Zumindest am Wochenende gab es in Albaxen in der Tat nichts Schöneres. Das ganze Dorf stand im Zeichen blitzenden Blechs und markanter Melodien. Das Blasorchester »Original Concordia Albaxen« feierte drei Tage lang sein 85-jähriges Bestehen.

Nach der fulminanten Eröffnung mit Star-Volksmusikerin Stefanie Hertel (wir berichteten) führte am zweiten Festtag ein Umzug durchs Dorf zur Kranzniederlegung und zum anschließendem Festgottesdienst. Danach spielte im Festzelt das »Happy Music Sound Orchestra« und brachte die Gäste mit James-Last-Hits zum Swingen. Anschließend rockten »Comeback« Oldies und aktuelle Hits.

Nach einer langen Nacht voller Musik und Tanz folgte das Katerfrühstück am Sonntagmorgen im Festzelt. Nachmittags boten die Concordia und weitere befreundete Musikvereine dann eine beeindruckende Musikschau auf dem Sportplatz neben dem Festzelt.

Neben dem Jubiläumsverein nahmen der Spielmannszug (WB) Albaxen, der SZ Brenkhausen, der SZ Fürstenau, der SZ Bödexen, das Blasorchester (BO) Lüchtringen, das BO Brenkhausen und das BO Bödexen daran teil.

Die zahlreichen Musiker begeisterten die ebenso zahlreichen Zuschauer nicht nur mit ihrer Musik. Sie hatten zudem besondere einstudierten Marschformationen einstudiert. Jeder Verein spielte etwa zehn Minuten und nutzte dabei auch die letzten Quadratmeter des ausgewiesenen Feldes. Die üblichen Reihen wurden aufgelöst, die Musiker teilten sich in Gruppen, liefen in Reihen hintereinander oder im Kreis, kamen aufeinander zu und kreuzten ihre Wege. Weder behinderten sie sich dabei noch verloren sie den Takt – eine beeindruckende Leistung aller Akteure, die wohl monatelanges Üben voraussetzt. Neben traditionellen Märschen oder einer Festmusik von Richard Wagner erklangen auch Interpretationen von Höhner-Melodien und eine Fassung des Rockstücks »Smoke on the water«.

Das Jubiläumsorchester unter der von Elmar Düker stand der Leistung der Gäste dabei in nichts nach. Es begeisterte mit schwierigen Marschformationen unter anderem zum »Regimentsgruß«, »Trompetenecho« und »Der Jäger aus Kurpfalz«. Der Vorsitzende der Concordia, Elmar Markus, sagte abschließend: »Es war ein gelungenes Fest für Junge und Junggebliebene mit sehr guter Stimmung an allen Tagen.« Zur Erinnerung und als Dank für ihre Teilnahme überreichte er den befreundeten Musikern je einen gravierten Krug und eine Bierspende.

Zum Ende der Musikschau im Zelt erklang von allen Musikern gemeinsam gespielt »Freude schöner Götterfunken«. Mit weiteren Gemeinschaftsspielen und Vorträgen klang das Fest gesellig aus.

Hier geht es zur Bildergalerie